Organized by Deutsche Physikalische Gesellschaft in collaboration with CeNS
Optisches Rechnen: Unser einziger Lichtblick für NP-Hard?
Dr. Michael Kissner, Akhetonics GmbH
Während klassische Elektronik bei NP-Hard Problemen wie UNSAT zunehmend an fundamentale Grenzen stößt, kommen praktische Fortschritte heute fast ausschließlich aus besseren Algorithmen und spezialisierten SAT-Techniken. Hardwareseitig bleibt insbesondere die Speicherlatenz ein zentrales Bottleneck: Pointer-Chasing, unregelmäßige Speicherzugriffe und stark serielle Abhängigkeiten verhindern effiziente GPU-Beschleunigung und lassen klassische Architekturen stagnieren oder sogar zurückfallen. Auch Quantencomputer bieten nach heutigem Verständnis keine Lösung für NP-Hard Probleme. Optisches Rechnen eröffnet hier eine alternative Perspektive: Durch potenziell extrem geringe Speicherlatenzen, nahezu unmittelbaren Datenzugriff und Rechenoperationen im Terahertz-Bereich könnten optische Systeme neue Hardware-Spielräume schaffen. Dieser Vortrag untersucht, ob optisches Rechnen nicht NP-Hard "löst", aber die praktisch lösbaren Instanzgrößen deutlich verschieben kann und damit vielleicht den vielversprechendsten Hardware-Lichtblick für NP-Hard Probleme darstellt.
Wir bitten um Anmeldung bis zum 10.07.2026